Erst mal ein wenig Korrektur von Fake News, die ich in der letzten Elektropost verbreitet habe. Zu meiner Ehrenrettung: ganz ohne KI! Ich baue meinen Mist noch selber.
Zum einen ist der Record Store Day natürlich nicht am 19. April, sondern am Samstag, 18. April. Eh klar... und die von mir angepriesene Notwist ist grün, nicht blau. Ha Ha, nein ich war nicht blau beim Verfassen, ich bin nur ein Opfer der fortschreitenden Farbenverwirrung in der Vinylwelt. Also let's move on....
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Record Store Day
Und schon wieder ein Hinweis zum Record Store Day diesmal an alle, die Wunschlisten abgegeben haben. Ich bin der Meinung, allen den Eingang ihrer Listen bestätigt zu haben. Sollte jemand eine Liste eingereicht haben und bis dato keinerlei Rückmeldung erhalten haben, bitte dringend melden. Bei der Menge an Listen könnte es sein, dass ich ggf. den oder die ein oder andere beim Antworten vergessen habe. Das wäre der best case. Worst case wäre, wenn ich die Mail übersehen habe, z.B. weil sie im Spam gelandet ist oder dergleichen. Ich bitte also allenthalben die Inboxes zu überprüfen und nachzuschauen, ob eine Antwortmail von mir vorliegt... Wunschlisten nehme ich gerne noch bis 15.03. entgegen, danach heißt es dann definitiv first come first served... Wie immer gilt: je früher desto Wahrscheinlichkeit! Und noch ein weiterer Hinweis: in den letzten Tagen und Wochen gab es einige Änderungen, hauptsächlich Ergänzungen. Ein zweiter oder dritter Blick in die Liste könnte lohnen...
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Konzerte im Stadttheater
Nun steht auch wieder eine ganze Rutsche neuer Konzerte im Stadttheater an. Live statt Konserve!
Ich habe eingeladen:
Morgen, 28.02. The True Harry Nulz
So, 15.03. Nils Petter Molvær Trio
Mi, 18.03. Omer Klein & The Poetics
Sa, 21.03. Dominique Fils-Aimé
Letzteres Konzert ist nicht nur, aber natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass sich die Künstlerin im letzten Jahr ins Herz des Landsberger Publikums gespielt hat. Kein Wunder, denn als Sängerin darf man sie stimmlich unbedingt mit Namen wie Nina Simone oder Sade vergleichen. Ihr Songwriting ist erfrischend eigenständig und pendelt zwischen Jazz, Soul, R'n'B und gelegentlich auch einem Schuss franco-kanadischen Chansons. Auch ihre haitianischen Wurzeln blitzen nicht selten auf. Ihre Band ist allein schon jeden Cent des Eintrittsgeldes wert. Eine eingespielte Truppe voller funkensprühender Ideen und Spielfreude zwischen laut und leise. In ihrer kanadischen Heimat ist Dominique Fils-Aimé (gesprochen Fis-Ämeh) daher nicht umsonst eine der derzeit erfolgreichsten Künstlerinnen und wurde mehrfach bereits mit dem kanadischen Grammy, dem Juno Award ausgezeichnet. Auch ihr und der Band hat es gut gefallen in Landsberg und so war es nicht schwer, sie nochmal hierher zu locken. Die schlechte Nachricht ist: das Konzert ist ausverkauft. Während letztes Jahr nur Landsberg und Dortmund auf dem Spielplan standen, gibt es diesmal mehr Termine in Deutschland. Einer davon sogar in München im Bergson. Aber auch hier scheint bald die ausverkauft-Marke erreicht. Der Bayerische Rundfunk wurde auch aufmerksam und wird das Landsberger Konzert für Bayern2 mitschneiden. Wer keine Karten mehr bekommen hat: Wir haben wunderbare neue Tonträger von Dominique Fils-Aimé im Programm (teilweise direkt aus Kanada). Ihre Alben sind ein Hochgenuss und überzeugen meist auch High-End-Aficionados. Selbst die, die sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, noch das leiseste Gras wachsen zu hören.
Omer Klein hat mittlerweile auch eine ansehnliche Fangemeinde in Landsberg. Mit seinem Trio war er schon des Öfteren zu Gast. Die Triobesetzung wurde nun erweitert um zwei Saxophone und zusätzliche Percussion. Das Ganze nennt sich dann The Poetics. Das Programm wurde in der Alten Oper in Frankfurt uraufgeführt. Omer Klein war dort Artist in Residence. Nun bringt er das Programm quasi auf die Straße und ich bin sehr glücklich, dass wir dabei sein können. Hier gibt es noch Karten, wenn auch hauptsächlich nur noch im zweiten Rang. Aber was im Stadttheater 3. Kategorie ist, erreicht so mancher Spielort nicht in Kategorie 1. Egal welchen Platz man hat, es gibt nur gute Plätze im Stadttheater. Zugegeben: es gibt auch außerordentlich sehr gute Plätze, für die man dann aber auch meist sehr schnell sein muss.
Nur noch Stehplätze gibt es bei der Rückkehr von Nils Petter Molvær ins Landsberger Stadttheater. Diesmal mit einer für ihn außergewöhnlich leisen Formation mit Jo Berger Myhre am Bass und Erland Dahlen an der Percussion. Ich habe das Programm letztes Jahr im Porgy in Wien gesehen und war von Minute eins an total absorbiert von dieser freischwebenden intensiven Musikalität, die die drei verbindet. Sowas hört man nicht alle Tage, weil es den wenigsten gelingt, gelingen kann. Hier spielen drei Persönlichkeiten und werden zu einer Einheit. Wobei ich immer dazu sage: gäbe es ein Konzert ausschließlich mit Erland Dahlen, ich würde es empfehlen. Dahlen ist unbestritten ein herausragender Perkussionist, den man einfach erlebt haben muss!
Erleben muss man eigentlich auch The True Harry Nulz – eine Fusion der Schweizer Combo The True Harry Hillman und den Österreichern von Edi Nulz. Das sind jetzt nicht die allergrößten Namen, aber verstecken vor anderen müssen sich diese Musiker bestimmt nicht. Neben einem Mindestmaß an Musikalität braucht die Zuhörerschaft auch etwas Mut zur Dissonanz, zum Brachialen. Etwas King Crimson, etwas Frank Zappa, etwas Prog, etwas Punk... darauf muss man sich einlassen wollen. Angst? Angst kann überwunden werden, z.B. wenn man merkt, dass die meisten Spinnen gar nicht giftig sind. Ich weiß nicht, wer es erfunden hat, aber als Untertitel für diese hochgradig dynamische Musik wird oft der Begriff Kammerjazzpunk verwendet. In diese Richtung geht es... Wer kommt mit?
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Vom Kommunalwahlkampf, wie er derzeit stattfindet, bin ich übrigens enttäuscht. Ich vermisse die großen Themen, also etwas mit Wumms! Zum Beispiel irgendwas Neues mit knorker Ausgrenzung. Nicht immer die alten Lieder. Am ehesten sehe ich das noch bei der Partei, die eine Obergrenze für Trachtler fordert. Das wäre echt was zum Überlegen. Wobei ich glaube, dass das einen bürokratischen Rattenschwanz nach sich zöge. Man müsste dann ja erst mal eine Trachtlerbehörde gründen und dann auch definieren, wie viele Trachtler sich jeweils pro Quadratkilometer aufhalten dürfen. Zur Durchsetzung der Obergrenze bräuchte es so eine Art paramilitärische Einheiten nach amerikanischem Muster, die könnte man dann vielleicht KOT nennen (Kommando Obergrenze Trachtler). Bei dem Namen wird's dann vermutlich schon schwierig, Akzeptanz bei der Bevölkerung herzustellen. Aber man muss den Leuten vielleicht einfach erzählen, dass die Trachtler die Oachkatzl fressen. Dann wird das schon! Aber die eigentliche Frage ist doch, warum in Landsberg niemand auf die Idee kommt, auf Waren aus Kaufering, Dießen, Utting oder Unterfinning Zölle zu erheben. Weil früher war das doch schon mal so. So wurde Landsberg groß. Durch wunderschöne Zölle und Abgaben! Dann wären auch wir endlich great again... man weiß heutzutage wirklich nicht, was man wählen soll...
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Und nochmal back to Vinyl. Es gibt zwei Neuauflagen von zwei fantastischen Alben, die in den letzten Monaten durchaus nachgefragt wurden, aber nun länger nicht erhältlich waren. Jetzt wieder da, aber wer weiß wie lange:
Nils Kugelmann & Shuteen Erdenebaatar - Under the Same Stars
Young Gods - Play Terry Riley in C
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Playlist
Die Liste all der Musik, die derzeit bei uns im Laden läuft, sprich in den letzten Tagen und Wochen aufgelegt wurde. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegensatz zu all den Streaming-Playlists besteht unsere Playlist aus Alben und nicht aus einzelnen Songs. Denn wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Kunstform des Musikalbums eine erhaltenswerte ist. Wir spielen viel Neuheiten, aber natürlich greifen wir auch in die Archive. Bei der Playlist verzichten wir aus Zeitersparnis auf Links. Wir gehen davon aus, dass sich alle zu helfen wissen, wenn man im Netz mal irgendwo reinhören will. Das Meiste ist auf Vinyl und CD erhältlich. Schlussendlich helfen wir bei Fragen auch gern persönlich weiter und beantworten alles, egal ob was, wie, warum oder wieviel... und auch wo und wohin...
Black Sea Dahu - Everything
Green Apple Sea - Dark Kid
Mumford & Sons - Prizefighter
Nadia Reid - Out of my Province
Dominique Fils-Aimé - Live at the Montreal Jazz Festival
Dry Cleaning - Secret Love
Maxi Pongratz - Rum & Num
Maxjoseph - [Nau]
Zelda Weber - Rose Thorn
Daphnii - Butterfly
Bella Wakame - st
The Gnomes - st
Shake Stew - Ten One Two
The Damned - Not Like Everybody Else
Lily Allen - West End Girls
Charli xcx - Wuthering Heights
John Cale - Mixology Vol. 1
David Byrne - Who Is The Sky?
Bill Laurance - Cables
Tonbruket - Forevergreens
Edwyn Collins - Nation shall speak unto Nation
De La Soul - Cabin in the Sky
Elles Bailey - Can't Take Away My Story
Sarathy Korwar - There is beauty, there already
Oum - Dialddar
Elizete Cardoso - Cancao Do Amor Demais
Ludovico Einaudi - Solo Piano
Wir sehen uns!